Scheinbar viel später als die meisten Leute, die ich aus meiner Generation kenne, fange ich plötzlich an darüber nachzudenken, wie ich am besten Geld sparen kann. Liegt ganz offensichtlich daran, dass ich jetzt endlich mal was verdiene und mir das Dach übern Kopf finanzieren muss. Noch dazu wollen Träume wie zukünftige Ausbildungen oder das lang ersehnte Elektroauto leistbar werden… Aber auch die Öffis, das tägliche Mittagessen oder Mal ein Wochenende nach Österreich sind nicht unwesentliche Faktoren — im Gegenteil.
Hier ein Piechart meiner Ausgaben seit ich in Frankfurt bin (seit Mitte Februar). Sind nur Prozente, will hier öffentlich keine konkreten Summen nennen:

Große Anteile
Da meine „EC“-Karte (sorry, Bankomat-Karte) hier nur manchmal im Geschäft funktioniert, muss ich wieder in Bar zahlen, was in dieser Statistik zum großen Fragezeichen führt: Wohin gehen die 32%? Es müssen vor allem Lebensmittel sein, aber auch öffentliche Verkehrsmittel, Kinobesuche… viel diverses. Eben ungewiss, und nicht schön protokolliert, wie das die Kreditkarte automatisch machen würde. Schockierend waren für mich, abgesehen vom konkreten Betrag, die 26% fürs Reisen. Ich war nur ein paar Wochenenden in Österreich, aber das summiert sich ordentlich. Die Miete, tja, die ist einfach viel, ist ja auch schön hier.
Mittlere Bruchteile
Dann wird’s interessant: Der iPod kostet mich ordentlich, ein iPhone würde natürlich noch mehr laufende Kosten verursachen, aber: Die Micropayments der verschiedenen Apps sind insgesamt auch nicht wenig, auch wenn die kleinen Preise verlockend sind. Games kaufe ich vielleicht zu oft, ohne wirklich Zeit zu haben mich mit jedem dann auch zu beschäftigen. Aber ich unterstützte gern die Entwickler und kaufe jedes Game, dass mir gefällt. Bei Konzerten ist es ebenso, find das Erlebnis geil und die Künstler verdienen so ihr Geld.
Peanuts
Dann geht’s schon zu den kleinen Bruchteilen, wo ich auch froh bin, dass sie so gering ausfallen. Obwohl ich doch bei einigen Websites einen Payed-Account habe, kostet mich das alles nicht soo viel. Domains und Webspace sind auch vernachlässigbar. Möbel hab ich nur 2 Stück gekauft, mehr brauch ich nicht. Telefonieren tu ich nicht viel… Hier hilft das Internet enorm, Kosten zu sparen (Skype ftw)! Weiterbildung ist wichtig und existiert bei mir zur Zeit in Form von (nein! es kann nicht wahr sein!) Büüchern (schauer)! Da kann ich ohne schlechtes Gewissen ruhig mehr investieren. „Kleidung online“ sind nur T-Shirts, der Rest steckt irgendwo bei „Bankomat“. Ja und Kilometergeld ist ohne Auto in der Nähe eh kein Thema.
Was dabei sein sollte
In was ich noch gerne investieren würde, ist für eine gemeinnützige Sache zu spenden. Das ist etwas was ich mir selbst geschworen habe, sobald ich mein eigenes Geld verdiene. Muss aber noch das Richtige finden und es soll auf jeden Fall passieren.
Konsequenzen?
Naja, ich werde wohl leider nicht mehr so oft nach Österreich kommen können. Aber bin ja eh wieder ab Herbst dort, wenn alles gut geht. Muss in Zukunft schauen, dass ich einen besseren Deal beim Wohnen krieg und mich rechtzeitig drum kümmere. Will mir jetzt ein Fahrrad kaufen und mir die letzten beiden Monatskarten für die S-Bahn sparen. Bei Games, Musik und Apps darf ich nicht zu spontan sein — das Motto „try before u buy“ ist wieder angebracht, auch wenn’s umständlich sein kann (ihr wisst, was ich meine).
Hoffe das war recht unterhaltsam für alle, die sich schon länger mit solchen Dingen beschäftigen und nun meine bescheidenen Anfänge belächeln können