Werbung, wie sie sein sollte

Seit dem Bewer­bungs­ge­spräch an der FH Joan­neum in Graz weiß ich, dass ich Wer­bung aus Prin­zip nicht mag. Ich habe damals näm­lich beson­ders intel­li­gent und kri­tisch wir­ken wol­len und im End­ef­fekt ziem­lich schlecht dar­über gere­det. Die Ehr­lich­keit die­ser Aus­sage hat gereicht, um mich nicht auf­zu­neh­men. Okay, das war viel­leicht nicht der Grund, aber trotz­dem bin ich froh nicht dort gelan­det zu sein… Ich ver­su­che ja Wer­bung wirk­lich wo es nur geht zu ver­mei­den. Ich schaue nicht mehr fern, weil es zu viele Wer­be­pau­sen gibt und auch sonst oft viel Schwach­sinn, lese weder Maga­zine noch Zei­tun­gen, besu­che im Inter­net mög­lichst nur Sei­ten ohne Pop-Ups und nur mit igno­rier­ba­rer Wer­bung. Wenn ein Web­mas­ter sein Google AdSense mit­ten in den Con­tent ein­baut, bin ich schon weg. Das sagt für mich aus: „Das Geld ist mir wich­ti­ger als die Ver­mitt­lung von Infor­ma­tio­nen“ und kommt unsym­pha­tisch rüber. Ich spiele aber Com­pu­ter­spiele und dort gibt es immer mehr Wer­bung, wie z.B. in Counter-Strike oder Nfs:ProStreet.

Manch­mal, nur ganz sel­ten, gibt es Wer­bung die 1.) nicht kom­plett nervt und 2.) funk­tio­niert. Humor in der Wer­bung kriegt bei mir oft Plus­punkte, wenn der Geschmack getrof­fen wird. Auch das ist ziem­lich sel­ten, und oft frage ich mich ob die Mas­sen emp­fäng­li­cher sind als ich. Aber ich ver­trete momen­tan die Mei­nung, dass der Groß­teil der Wer­bung wirk­lich nicht funk­tio­niert, gerade weil man als Marketing-Mensch nicht bewei­sen kann dass sie einen direk­ten Ein­fluss aufs Kauf­ver­hal­ten des Ein­zel­nen hat. Also pro­biert man ein­fach blind alles mög­li­che aus, um die Ver­kaufs­zah­len zu bes­sern. Oder man steckt wirk­lich viel Zeit, Mühe und Liebe fürs Detail und ver­mut­lich viel Geld in etwas wie das Coke Zero Game:

Mhh, erfrischend!

Nicht nur ist es lus­tig zu spie­len, es ist so pseudo-cool dass es wie­der cool ist. Hier wurde unglaub­lich viel Auf­wand hin­ein gesteckt, um unter dem Slo­gan „Fuss­ball wie er sein soll“ eine wahre Coca Cola-Propaganda zu insze­nie­ren! Kla­rer­weise wird hier eine männ­li­che Ziel­gruppe ange­spro­chen, aber man muss nicht ein­mal Fuss­ball mögen (so wie ich) um die­ses Flash-Game spie­len zu wol­len. Ich finde die Zwi­schen­se­quen­zen super, weil sie den Stil von Death Proof nach­ah­men, kom­plett mit Muscle-Cars, Old-School Sound­track und gele­gent­li­chem Film­riss. Die Mini-Games selbst sind gar nicht so ein­fach, und mit detail­lier­tem Score kann man seine Ergeb­nisse mit Freun­den ver­glei­chen. Ganz neben­bei säuft der Haupt­cha­rak­ter sicher 10 Schlu­cke von sei­nem Coke Zero, denn „das Wich­tigste ist, dabei cool auszusehen“…

Also zumin­dest bei mir hat es funk­tio­niert. Seit ich das Game kenne, habe ich schon zwei erfri­schende, kühle Fla­schen Coke Zero gekauft. Aber nur weil Kaf­fee für mich keine Alter­na­tive ist und es zwei Not­fälle gab, für die Kof­fein das Heil­mit­tel bzw. die Droge war.

Ein ande­res Bei­spiel, was wirk­lich zu dau­er­haf­tem Kauf­ver­hal­ten geführt hat: Seit dem Film Evo­lu­tion habe ich nur mehr Sham­poo einer gewis­sen Marke gekauft. Denn es hilft nicht nur gegen Schup­pen, son­dern sogar gegen Aliens!

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2 Antworten auf Werbung, wie sie sein sollte

  1. PeterTheOne sagt:

    Ja, mit der Wer­bung hast du recht aber..

    Es gibt bis jetzt nur eine Getränke Wer­bung die mich wirk­lich ange­spro­chen hat, doch habe ich mich noch nie dazu bewo­gen auch wirk­lich diese Pro­dukt zu kau­fen :D Was ich irgend­wie komisch finde.. :P

    Liegt aber vll auch daran, dass ich Super­märkte noch nicht besu­che um auf Vor­rat zu kau­fen ;)

  2. StevyGee sagt:

    Ja, ich geh eigent­lich schon zu oft ein­kau­fen, aber man braucht auch wirk­lich so eini­ges. Aber Wer­bung funk­tio­niert wirk­lich sehr sel­ten, weiß nicht ob das sonst anders ist aber ich finde das meiste ist umsonst. Zum Glück kann man ihr entfliehen…

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