Vorsicht, es folgt ein Tagebuch-hafter Blogeintrag! Die Vorurteile über Blogs bewahrheiten sich! Mein Hirn denkt immer noch auf Englisch die Blogeinträge aus, die spontan kommen und ignoriert komplett, dass ich seit fast 9 Monaten auf Deutsch schreibe. Egal, jetzt los:
Trotz den Extremen des Studentenalltags hat sich bei mir inzwischen ein relativ stabiler Tages– & Wochenrhythmus eingependelt. Ich schlafe meistens zwischen 6 und 8 Stunden, nutze jede Minute vor der 1. Vorlesung dazu und habe den Luxus dann nur 5 Minuten zu spät zu kommen. Da ist keine Zeit für sowas wie ein Frühstück oder Duschen, sondern wie ein rennender Zombie raus auf die Straße, entweder geblendet von der grellen Sonne oder ins nächste Gebäude gescheucht durch Wind & Regen. Das wäre für mich früher undenkbar gewesen, wo ich mir eine gute Stunde für das Morgenritual genommen habe, ordentlich gefrühstückt, fast jedes Mal die Dusche besetzt habe und aber trotzdem auch 5 Minuten zu spät zur Schule gekommen bin. Stattdessen sind diese Aktivitäten jetzt verschoben auf Mittags, nach den ersten Veranstaltungen an der FH, möglich dadurch weil ich ja praktisch dort wohne. Am Wochenende bin ich prinzipiell selten vor 12 Uhr wach, auch wenn ich es versuche. Geschlafen wird frühestens um halb 2 Nachts, wodurch mein Tagesrhytmus um etwa 5 Stunden gegenüber eines Vernünftigen an jedem Tag der Woche verschoben ist. Ich habe es aber trotzdem geschafft, so die Pflichten des Studiums erfüllen zu können.
Richtig kochen alle paar Tage, Fertiggerichte dazwischen, Abwaschen jeden 2. Tag, Wäsche waschen alle 2–3 Wochen, Einkaufen 1–2 Mal in der Woche. Es funktioniert und ist recht angenehm. Montags ist Kino im Audimax, Dienstags ist Aktzeichnen, Mittwochs die Lieblingsfächer Entwurf & Gestaltung und Hypermedia-Programmierung, Donnerstags ein letzter Vorlesungsblock und Freitags meistens frei. Jeder Abend ist inzwischen für Team Fortress 2 reserviert, das Spiel ist im Heim beliebt geworden und es macht wahnsinnig viel Spaß!
Arbeit besteht meistens aus Aufgaben für die FH, und wie bisher komme ich hier zurecht, früher oder später sogar mit den weniger interessanten. Mein Thema für mein Englisch-Essay werden „die positiven Effekte von Filesharing für Medienproduzenten“ sein und die Fotorealistische-Illustration vorerst einfallsloser Weise ein Auto darstellen. Ich habe den 2. Tag Organisations– & Kreativitätstechniken hinter mir und heute wieder das eBook Zeitmanagement für Kreative gelesen. Teilweise habe ich mein Verhalten gebessert, aber es fehlt immer noch die Planung und ich bin wieder im permanentem Reaktionszustand gefangen (stündliches E-Mail checken ist kontraproduktiv!)… Naja, es ist ein langer Weg und ich bin nicht komplett rückfällig, es geht also weiter in Richtung effektives und effizientes Nutzen meiner Zeit.
Apropos: Nach South Park habe ich nun alle Folgen von Angry Video Game Nerd geschaut, eine unterhaltsame Webserie über schlechte Videospiele auf dem NES, Atari 2600 und ähnlichen Consolen. Es ist echt lustig dem Nerd zuzuschauen, wie er versucht schlecht designtes Gameplay zu meistern, sich in vulgärem Ton über die Spiele aufregt, dazu Grimassen schneidet und seine Frustration in Bier ertränkt
Ich finde es aber auch interessant, etwas über die Spielekultur vor meiner Zeit zu erfahren, denn durch die Show bekommt man einen authentischen Einblick in das Medium 80er aus Kindersicht.
Ich werde morgen den Blog auf WordPress 2.5 updaten, wodurch dieser Beitrag auch ein endlich wieder Blog-Update ist!
Ich kann mir deinen Tagesablauf so gut vorstellen … ein Wunder, dass noch alles funktioniert :-D Auch wenn du dich gegen Klischees wehrst, es stört doch nicht, wenn es auch mal etwas persönlicher wird.