Toy Story 3 Preview

TS3 ist letz­tes Wochen­ende in den Kinos ange­lau­fen, lei­der vor­erst nur in Ame­rika. Ich konnte nicht war­ten und hab den Cam­rip gesehen…

Es gibt einige Gründe, warum ich so gespannt auf die­sen Film war und ich jetzt immer noch auf­ge­regt bin, nach­dem ich ihn gese­hen habe. Der 1. Teil aus 1995 ist einer mei­ner größ­ten Inspi­ra­tio­nen und ich hab ihn damals viele, viele Male im Kino und auf VHS-Kassette gese­hen. Ein Klas­si­ker, der die Land­schaft der Ani­ma­ti­ons­filme für immer ver­än­dert hat, in der ich damals Zuhause war und ich jetzt wie­der bin. Vor einer Woche, mit deut­lich älte­ren Augen, die inzwi­schen hun­derte andere Filme gese­hen haben, hab ich ihn nach län­ge­rer Pause wie­der gese­hen, natür­lich in HD und zum ers­ten Mal auf Englisch.

Total fas­zi­nie­rend, wie anders ich den Film heute anschaue. Klar, man ist jetzt einen höhe­ren tech­no­lo­gi­schen Stan­dard gewöhnt und ent­deckt Feh­ler, aber dar­auf will ich nicht hin­aus. Dies­mal genoss ich die Cha­rak­tere und die Dia­loge, die hau­fen­weise Refe­ren­zen auf z.B. Star Trek, die gran­diose Kame­ra­füh­rung. Kann mich aber noch genau erin­nern, dass für das 90er-Jahre-Ich ganz andere Aspekte wich­tig waren: Der magi­sche Moment, wo Woody sich plötz­lich selbst­stän­dig anfängt zu bewe­gen; Die unglaub­li­che Span­nung und reale Gefahr, dass die Spiel­zeuge ertappt oder sogar zer­stört wer­den; Die Tapete mit den Wol­ken und der „Toy Story“-Schriftzug; Die spek­ta­ku­läre Ver­fol­gungs­jagd mit dem fern­ge­steu­er­ten Auto und dem Last­wa­gen am Schluss war meine Lieb­lings­szene. Die trau­rige Szene mit Woody und Buzz, gefan­gen in Sid’s Zim­mer, schien ewig zu dau­ern und war visu­ell ein­fach überwältigend.

Es hat mich ver­wirrt, dass keine natu­ra­lis­ti­sche Abbil­dung ange­strebt wurde: Warum ist das Bett so über­trie­ben gekurvt, warum haben die Men­schen so große Augen? Nach eini­gen Jah­ren Kunst­ge­schichte und bild­ne­ri­sche Erzie­hung in der Schule sowie inten­si­ven Kon­sum von Games und Fil­men ist mir inzwi­schen klar, dass es ja darum gar nicht geht und es viel span­nen­der ist, von der Rea­li­tät abzu­wei­chen. Über­haupt geht es viel­mehr um große Bot­schaf­ten, wert­volle Lebens­weis­hei­ten und das gute alte Entertainment.

(Okay, das wird hier schon wie­der viel zu lange. Es gibt even­tu­ell nen Nachtrag.)

Fakt ist, Pixar hat inzwi­schen viel Erfah­rung gesam­melt und gran­diose Filme gemacht, sich immer wie­der über­trof­fen. Mitt­ler­weile wer­den anspruchs­volle The­men auf­ge­grif­fen (oder errei­chen sie mich nur erst jetzt?) und der Zuschauer wird auf Tränenausbruch-Resistenz getes­tet. So auch bei Toy Story 3. Ich will gar nicht anfan­gen, die Her­aus­for­de­run­gen auf­zu­lis­ten, die es hier bei einem 2. Sequel zu beste­hen gab. Das Team bei Pixar hat sie alle gemeistert.

Um es kurz zu machen: Es war ein­fach ein Genuss, die­sen Film zu sehen. High­lights für mich waren die groß­ar­ti­gen Cha­rak­tere und alleine wie sie sich alle ganz indi­vi­du­ell bewe­gen, ein­fach genial. Die Nostalgie-Momente schaf­fen die Ver­bin­dung zu den Vor­gän­gern und sor­gen für emo­tio­nale Höhe­punkte. Für mich steht TS3 über Toy Story 2 und kommt nahe an den 1. Film heran. Ein wür­di­ger Abschluss die­ser Tri­lo­gie, falls es dabei blei­ben sollte. Der Schluss hat mich zu Trä­nen gerührt, ähnlich wie Up das geschafft hat.

Jetzt warte ich mit euch auf das Release in den örtli­chen Kinos am 29. Juli! :)

Übri­gens: Auf Spline Doc­tors gibt es einen klei­nen Pod­cast mit den Ani­ma­to­ren, wer also etwas aus deren Per­spek­tive hören will, sehr zu empfehlen.

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